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Konferenz in Wilton Park

Vom 9.-11.11. habe ich als Mitglied des Netzwerks "Stopp sexuelle Gewalt gegen Kinder" vom Europarat an einer hochkarätigen Konferenz "Kinder vor Gewalt schützen: Maßnahmen für effektive Strategien" in England teilgenommen. Unter den 45 Teilnehmer*innen war u.a. die Beauftragte des UN Generalsekretärs zur Gewalt gegen Kinder, die UN- Berichterstatterin über den Verkauf von Kindern, Kinderprostitution und Kinderpornografie, der UNICEF Regionalbeauftragte für Europa zum Schutz von Kindern, etliche Vertreter*innen von internationalen NGOs wie Defence for Children International und Wissenschaftler*innen sowie Parlamentarier*innen aus neun Staaten.

Ich habe eine Diskussion "Kinder vor Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus schützen" geleitet und in das Thema eingeführt. Mein Fokus lag dabei auf der zunehmende Frustration, der Wut und der Hoffnungslosigkeit in den griechischen Flüchtlingslagern, die ich kürzlich besucht habe; aufgrund der katastrophalen Situation in diesen Lagern und der Unsicherheit über die Zukunft der Geflüchteten sowie nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass es kaum erfolgreiche Familienzusammenführungen gibt, ist die Verzweiflung dort groß. Die Gefahr einer "Radikalisierung" durch Islamisten bzw. durch islamistische NGOs, die die Geflüchteten mit Kleidung und Lebensmitteln versorgen und sie unterstützen, ist in allen europäischen Ländern existent. Um diesen Extremisten ihren Einfluss zu nehmen, müssen die EU-Mitgliedstaaten alles daransetzen, die Menschenrechte und insbesondere die Würde der Geflüchteten zu wahren. Das Recht auf menschenwürdige Unterbringung und Nahrungsmittelversorgung, das Recht auf Familienzusammenführung, das Recht der Kinder und Jugendlichen auf Schutz, die alle Mitgliedstaaten mit der UN-Kinderrechtskonvention und der Europäischen Menschen-rechtskonvention unterzeichnet und ratifiziert haben, müssen angewandt werden. Sonst werden den westlichen Staaten zu Recht Doppelmoral und Doppel-standards mit Blick auf die Menschenrechte zu vorgeworfen.