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Fotos und Berichte zur Delegationsreise der Deutsch-Griechischen Parlamentariergruppe und anschließender Ad-Hoc Reise des Europarats

Vom 23. - 27. Mai war Annette Groth auf Delegationsreise in Griechenland. Vor allem geht es um die Situation der Geflüchten aus Syrien und Afghanistan. folgende Stationen hat Annette Groth besucht:

Flüchtlingscamp in Skaramangas. Die Eindrücke von Annette Groth dazu: "Dort sind ca 2800 Flüchtlinge untergebracht, vorwiegend aus Syrien. Die Syrerin ist eine der alleinreisenden  Frauen, die gern nach Deutschland möchte. Auch hier klagen alle über die Unsicherheit und das Warten auf ihre Registrierung, die sehr lange dauert. Viele Frauen mit kleinen Kindern, deren Ehemänner in Deutschland sind und die auf Familienzusammenführung warten. Das Essen ist unzureichend, nur Kartoffeln und Pasta, keine Vitamine. Die Container sind nicht zufriedenstellend. Das Camp ist direkt am Meer nahe einer Industrieanlage und es sind schon einige Kinder ins Wasser gefallen. Einige Flüchtlinge geben Unterricht in einem leeren Container, die bald Bänke für die Kinder erhalten sollen. Bildung ist wichtig für die Flüchtlinge."

Flüchtlingscamp in Schisto (nahe Athen). Die Eindrücke von Annette Groth dazu: "Allein hier sind 1810 Flüchtlinge aus Afghanistan untergebracht, davon 560 Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren, 400 bis 500 Alleinreisende, die Mehrheit sind Familien. Viele haben Verwandte in Deutschland, wie dieser Afghane, der uns das Registrierungspapier seiner Frau zeigt. Alle klagen, dass sie  nicht wissen, wie lange sie im Camp bleiben müssen und wohin sie gebracht werden. Die Unsicherheit macht krank, sagte einer der Flüchtlinge, das ist ihr größtes Problem."

Flüchtlingscamp in Eliniko. Die Eindrücke von Annette Groth dazu: "Hier sind 3500 Flüchtlinge, davon 400 Kinder,  mehrheitlich aus Afghanistan, untergebracht. Sie sind seit 3 Monaten hier und wurden zwar registriert, konnten aber bislang kein Asyl  beantragen,  diese Möglichkeit sollte aber sehr schnell gegeben sein.
So leben  die Menschen wie überall in großer Unsicherheit in Bezug auf ihre Zukunft. Die Älteren machen sich Sorgen um verpasste Bildungschancen ihrer Kinder. Aber auch Schulunterricht soll bald ermöglicht werden. Manche Flüchtlinge schlafen lieber außerhalb des Camps und zelten auf der Strasse."



Flüchtlinscamp in Piräus. Die Eindrücke von Annette Groth dazu: "Dieses Camp ist wie bis vor kurzem in Idomeni "illegal" und soll auch geräumt werden, sobald eine andere Unterkunft gefunden ist. Zwischen den LKWs und vor den Terminals leben die Geflüchteten seit ca 3 Monaten in kleinen Zelten und warten wie überall  auf ihre Registrierung. Die Freundlichkeit der Geflüchteten, die unter diesen schrecklichen Bedingungen leben, wie diese  syrische Familie, ist manchmal beschämend. Wer weiss, was die beiden Kinder schon alles erlebt haben. Wir müssen Solidarität üben und endlich mehr Geflüchtete aus Griechenland und Italien aufnehmen, wie es die EU bereits 2015 festgelegt hat."